Der Deutsche Schulpreis 2025 startet in die erste Auswahlrunde: 20 Schulen können nun auf den Preis hoffen. Erstmals vergeben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung auch den Themenpreis „Demokratiebildung“.
Viele Schulen in Deutschland leisten tolle Arbeit - und das, obwohl sie mit einigen Herausforderungen zu kämpfen haben. Mit begrenzten Mitteln und frischen Ansätzen gelingt es ihnen, bei Kindern und Jugendlichen Begeisterung für das Lernen zu wecken. Für 20 dieser engagierten Schulen könnte sich der Einsatz nun besonders lohnen: Sie haben es in die zweite Runde des Deutschen Schulpreises 2025 geschafft und können auf Preisgelder von insgesamt über 300.000 Euro hoffen! Eine Jury aus 50 Fachleuten aus Bildungswissenschaft, Schulpraxis und Verwaltung hat diese vielversprechenden Kandidaten aus über 100 Bewerbungen ausgewählt.
Der Deutsche Schulpreis ist die renommierteste, anspruchsvollste und höchstdotierte Auszeichnung für gute Schulen in Deutschland. Er wird seit 2006 von der Robert Bosch Stiftung GmbH gemeinsam mit der Heidehof Stiftung vergeben. Kooperationspartner sind die ARD und die ZEIT Verlagsgruppe. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen die Qualität des Unterrichts und die Frage, wie Schulen das Lehren und Lernen für ihre Schüler:innen bestmöglich gestalten können.
In den kommenden Wochen machen sich die Juryteams auf den Weg zu den 20 Schulen. Sie wollen mit eigenen Augen sehen, was die Schulen so besonders macht. Die Experten tauschen sich bei ihren Besuchen mit allen aus, die zum Schulleben beitragen: Lehrkräfte, Schüler:innen, Eltern und Partner:innen außerhalb der Schule. Sie werfen einen Blick in den Unterricht und in laufende Projekte. Ende Juni fällen sie die Entscheidung - dann stehen bis zu 15 Finalisten für den Deutschen Schulpreis 2025 fest.
Eine Neuheit gibt es in diesem Jahr: Eine Fachjury wählt erstmals zusätzlich fünf Schulen für den Themenpreis „Demokratiebildung“ aus, der mit 30.000 Euro dotiert ist. Die Auszeichnung würdigt besonders gelungene Konzepte, die demokratisches Handeln fördern, Mitsprache ermöglichen und Eigenverantwortung stärken – sowohl im Unterricht als auch im gesamten Schulleben.
Alle nominierten Schulen dürfen sich auf einen besonderen Tag freuen: Am 30. September 2025 findet in Berlin die festliche Preisverleihung statt – mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier persönlich. Dann enthüllt die Jury, wer die begehrten Auszeichnungen erhält. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro, fünf weitere Preise sind mit jeweils 30.000 Euro dotiert. Auch der Gewinner des Themenpreises „Demokratiebildung“ darf sich über 30.000 Euro freuen. Und damit keine Schule mit leeren Händen nach Hause fährt, bekommen alle anderen nominierten Schulen einen Anerkennungspreis von 5.000 Euro.
Seit der ersten Ausschreibung im Jahr 2006 haben sich bereits mehr als 2.700 Schulen um den begehrten Preis beworben. Bei der Entscheidung schaut die Jury auf sechs Qualitätsbereiche: „Unterrichtsqualität“, „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ sowie „Lernende Schule“. Diese Kriterien gelten inzwischen als allgemein anerkannte Merkmale für gute Schulqualität.
Der Wettbewerb ist jedoch erst der Anfang: Die erfolgreichen Konzepte werden aufbereitet und anderen Schulen zur Verfügung gestellt - durch Fortbildungen, Veröffentlichungen und über das Deutsche Schulportal im Internet. Alle Schulen, die sich beworben haben, können außerdem 15 Monate lang im Forum des Deutschen Schulpreises intensiv an ihrem Unterricht arbeiten und sich verbessern. Im Hospitationsprogramm können Lehrkräfte an den preisgekrönten Schulen hospitieren (wer mitmachen will: bis zum 30.04.2025 bewerben!). So entsteht ein produktiver Kreislauf, durch den sich gute Ideen und Methoden immer weiter verbreiten.