Islamberatung in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Über das Projekt
Die bereits etablierten Projekte der Islamberatung in Bayern und der Islamberatung Baden-Württemberg haben Instrumente für eine bessere Teilhabe von Muslim:innen und ein gelingendes Zusammenleben auf kommunaler Ebene entwickelt. Diese Erfahrungen sollen nun mit Kommunen in den angrenzenden Ländern Österreich und Schweiz geteilt und für die jeweiligen Bedürfnisse vor Ort weiterentwickelt werden. Dieses Projekt initiiert den ersten länderübergreifenden Austausch zum Umgang mit islambezogenen Themen in der Kommune im DACH-Raum (Deutschland-Österreich-Schweiz). Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Lernen an konkreten Vorhaben zur muslimischen Teilhabe, die in sechs ausgewählten Kommunen umgesetzt und von einem Projektteam der Islamberatung begleitet werden. Aus Deutschland nehmen die Kommunen Stuttgart und Augsburg teil, aus Österreich Salzburg und Dornbirn, und aus der Schweiz sind Basel und Schaffhausen dabei. Im Zuge des Projekts wird ein Netzwerk zwischen diesen am Projekt beteiligten Kommunen aufgebaut.
Warum machen wir das Projekt?
Die Islamberatung, ein unter anderem von der Robert Bosch Stiftung initiiertes Projekt, existiert in Baden-Württemberg und Bayern schon seit vielen Jahren. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse waren in vielen islambezogenen Fragen hilfreich und haben einen Beitrag zu gelingendem gesellschaftlichem Zusammenleben geleistet. Der Bedarf nach Beratung und fachkundigen Einschätzungen zu Fragen des Islam in Kommunen bleibt groß und wird weiter wachsen – nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern. Daher soll die Islamberatung nun länderübergreifend angeboten und die bisherigen Ansätze inhaltlich wie strukturell weiterentwickelt werden.
Was wollen wir mit dem Projekt erreichen?
Das Projekt schafft erstmals einen Austausch zum Umgang mit islambezogenen Themen in der Kommune im DACH-Raum, mit dem Ziel, anhand von konkreten Vorhaben zur Verbesserung zur Teilhabe von Muslim:innen voneinander zu lernen. In den beteiligten sechs Kommunen (je zwei aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) werden konkrete Kooperationsprojekte zwischen der jeweiligen Kommune und islamischen Gruppen realisiert. Diese Zusammenarbeit soll die Grundlage für weitere interaktive Prozesse in den Kommunen schaffen und stabile Verhältnisse aufbauen.
Der Beratungsbedarf vor allem bei kommunalen Einrichtungen erfordert ein überwiegend auf Einzelfälle zugeschnittenes Angebot, da sich die Situation im jeweiligen kommunalen Kontext sehr unterschiedlich darstellen kann. Dies berücksichtigt das Projekt. Neben der Vermittlung von Informationen geht es um die Begleitung in Konflikt- bzw. Dialogprozessen, sodass Kommunikation gelingt und Kompetenzen auf lokaler Ebene gestärkt werden.
Wie funktioniert das Projekt?
Von Januar 2025 bis März 2026 werden konkrete Projekte in den sechs teilnehmenden Kommunen umgesetzt, begleitet vom Team der Islamberatung. Zudem tauschen sich Vertreter:innen der Kommunen in regelmäßigen Retreats aus.
Während der Abschlussphase von April 2026 bis Februar 2027 wertet das Projektteam der Islamberatung die Ergebnisse eingehend aus. Dazu werden unter anderem Interviews mit den Akteur:innen in den sechs beteiligten Kommunen geführt. Im Herbst 2026 werden die Projektergebnisse öffentlich vorgestellt und für künftige Vorhaben für bessere muslimische Teilhabe nutzbar gemacht.
Mehr erfahren
Unser Partner im Projekt "Islamberatung in Deutschland, Österreich und der Schweiz" ist die Islamberatung Bayern. Auf deren Website finden Sie weiterführende Informationen:
Ihre Ansprechpartner:innen
Volker Nüske
Senior Projektmanager