Wünsche für die Zukunft
Das PORT-Gesundheitszentrum in Hohenstein wird gut angenommen, aber es gibt Luft nach oben. „Bislang sind es vor allem die chronisch Kranken, die häufiger und regelmäßig in unser neues Gesundheitszentrum kommen“, sagt Barbara Steiner, PORT-Koordinatorin in Hohenstein. „Aber so langsam nehmen immer mehr Hohensteiner das Haus als Gemeinschaftsort wahr, an dem ihnen in vielerlei Hinsicht geholfen werden kann.“ Nun müsse man weiter planen und zum Beispiel E-Health vorantreiben, sagt Steiner, die sich als Professorin für Sozialwissenschaften viel mit dem Thema beschäftigt hat. Sie denke da an eine digitale Plattform mit einem gemeinsamen Terminplan und Fall-Dokumenten.
Auch aus der Bevölkerung gibt es weitere Wünsche an das Gesundheitszentrum. Eine Praxis für Ergotherapie steht ganz oben auf der Liste sowie eine bessere Erreichbarkeit, zum Beispiel mit einem Taxi für Patient:innen, weiß Beatrice Vermeij-Böhm von der Gemeinde Hohenstein. Als Bindeglied zwischen Gemeinde und Gesundheitszentrum sammelt sie Informationen, leitet sie an die richtigen Stellen weiter und pflegt die Netzwerke. Diese Aufgabe, die eher im Hintergrund abläuft, ist für den Erfolg, die Einbindung in die Gemeinde und damit auch die Akzeptanz hilfreich, erklärt die Diplompädagogin.
Wichtig sei, sich weiterhin gut umzuhören, die Netzwerke zu nutzen und vorhandene Angebote einzubeziehen, um keine Doppelstrukturen aufzubauen. „Wir möchten keine Schnellschüsse starten, sondern sehen die weitere Entwicklung als einen Prozess, der wohl überlegt sein muss, damit das hinterher auch richtig funktioniert und angenommen wird.“ Das Gesundheitszentrum sei bereits auf dem richtigen Weg, von den Menschen in Hohenstein als innovatives Angebot für eine umfassende wohnortnahe Versorgung aus einer Hand wahrgenommen zu werden, das der Gesundheit wie auch der Lebensqualität diene und sich zu einem Treffpunkt der Gemeinde entwickele.