Warum machen wir das Projekt?
Klimawandel, Konflikte und Peacebuilding sind eng miteinander verknüpft. Umweltgerechtigkeit umfasst eine gerechte Verteilung von Ressourcen und eine aktive Beteiligung aller Bürger:innen. Entscheidungsprozesse müssen Verantwortung und Rechenschaftspflicht miteinbeziehen und die Potenziale marginalisierter Gruppen und Minderheiten stärken. Bei der Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels in Israel ist die Repräsentation beider Seiten von entscheidender Bedeutung. Die Teilnehmenden, sowohl Israelis als auch Palästinenser:innen, können als Change Agents innerhalb ihrer Gemeinschaften agieren und ihr Wissen, ihre Erfahrungen sowie ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit nutzen, um sich gemeinsam für sozialen Wandel einzusetzen. Der Kurs soll den Dialog fördern und Arbeitsbeziehungen aufbauen, die mittelfristig zur Förderung der Umwelt- und Klimagerechtigkeit beitragen. Dies kann das gegenseitige Vertrauen stärken und konfliktbeladene Identitäten umgestalten, und damit Friedensprozesse unterstützen.
Was wollen wir mit dem Projekt erreichen?
Unsere Vision besteht darin, inklusiven Klimaaktivismus in Israel zu etablieren, der Zusammenarbeit und individuelles Handeln im palästinensisch-israelischen Kontext fördert und gleichzeitig Umweltgerechtigkeit anstrebt. Konkret beabsichtigen wir, den Teilnehmenden die erforderlichen Werkzeuge und Kenntnisse auf der Grundlage der sozialen Theorie des Wandels zu vermitteln. Diese Ressourcen sollen sie dazu befähigen, Interventionspläne für gemeinschaftliche Umweltinitiativen zu erstellen, die zu messbaren und positiven Ergebnissen führen. Außerdem ist unser Ziel, ein sicheres und inklusives Umfeld für erfolgreiche gemeinsame umweltbezogene Maßnahmen zu schaffen, die sich an den Prinzipien sozialer Gerechtigkeit und professioneller Betreuung orientieren.
Wie funktioniert das Projekt?
Das Projekt wird an der School for Peace umgesetzt. Studientage führen in den Kurs ein und stellen die Theorie der Intersektionalität (Intersectional Theory) sowie weitere wesentliche Aspekte wie beispielsweise die Zusammenhänge zwischen Raumplanung und Umweltorganisationen vor. Der Kurs umfasst auch drei Exkursionen, um Probleme und Lösungsansätze vor Ort zu sehen und zu diskutieren.
Die palästinensischen und jüdischen Moderator:innen spielen eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung der Dialogsitzungen, um ein sicheres und förderliches Umfeld zu schaffen, in dem die Teilnehmenden ihre Perspektiven und Ideen austauschen können. Sie tragen dazu bei, die Gespräche in Richtung eines konstruktiven und respektvollen Dialogs zu lenken, um so die Ziele des Projekts zu erreichen.
Gut zu wissen
Das Projekt ist im arabisch-israelischen Kontext einzigartig, da es palästinensische und jüdische Bürger:innen Israels zusammenbringt und ein community-übergreifendes Vorgehen fördert. Darüber hinaus integriert es den Ansatz der Klima- und Umweltgerechtigkeit durch eine friedensfördernde Perspektive. Derartige Ansätze können auch bei der Beseitigung bestehender Machtungleichgewichte helfen, indem sie Ursachen wie Diskriminierung, Ungleichheit oder Ausgrenzung aufdecken und bekämpfen.
Die Ergebnisse des Projekts sollen Folgendes beinhalten: Die Teilnehmenden erkennen und verstehen die jeweils andere Perspektive auf soziale und politische Narrative und identifizieren die Auswirkungen des Klimawandels, die bestehende Konflikte verschärfen und zu neuen Spannungen führen können. Außerdem entwickeln sie Klimaanpassungsstrategien und initiieren Maßnahmen, die sich mit den Konfliktfaktoren im Zuge des Klimawandels befassen.
Wer steht dahinter?
Impressionen
Ihre Ansprechpartner:innen
Roi Silberberg