Eine Ehrung für außergewöhnliches Engagement

Prof. Dr. Joachim Rogall, ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung, wurde mit dem Komturkreuz mit Stern des Verdienstordens der Republik Polen ausgezeichnet.

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Prof. Dr. Joachim Rogall (l.) und der amtierende Botschafter Jan Tadeusz Tombiński bei der  Verleihung des Verdienstordens am 12. November 2025 in der Botschaft der Republik Polen in Berlin.

Diese Ehrung stellt die höchste polnische Auszeichnung dar, die an Personen ohne polnische Staatsangehörigkeit verliehen werden kann. In seiner Laudatio hob Botschafter a.D. Janusz Reiter das jahrzehntelange, herausragende Engagement Rogalls für die Stärkung der deutsch-polnischen Beziehungen hervor.
 

Ein Brückenbauer zwischen den Kulturen

„Joachim Rogall ging gegen den Strom, sowohl historisch als auch politisch“, würdigte Reiter den mutigen Schritt des Geehrten, der bereits in den 1980er Jahren den Weg nach Osten einschlug. In Posen (Poznań) erwarb Rogall eine fundierte Polen-Kompetenz, die weit über akademisches Wissen hinausging. „An der Universität lernte er die Sprache, die Geschichte, die Kultur. Außerhalb der Universität konnte er Einblicke in die polnischen Lebensrealitäten gewinnen. Eine solidere Polenkompetenz kann ich mir nicht vorstellen“, betonte Reiter in seiner Ansprache.

Wegbereiter des deutsch-polnischen Dialogs

Der ehemalige Botschafter erinnerte an die zentrale Rolle der Robert Bosch Stiftung für die deutsch-polnischen Beziehungen in den 1990er Jahren. Rogalls Eintritt in die Stiftung im Jahr 1996 markierte den Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit: „Zu dieser Stiftung passte Joachim Rogall sowohl mit seiner Kompetenz als auch mit seiner Persönlichkeit. Und so hat er die Stiftung auch geführt. Er hat sie weiter internationalisiert, ohne das Markenzeichen Polen zu vernachlässigen.“

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„Ich habe mich seit meiner Schulzeit für die Völkerverständigung zwischen unseren beiden Nationen eingesetzt. Dass dies nun von polnischer Seite so gewürdigt wird, ist für mich eine besondere Ehre und ich bin sehr dankbar dafür.“

Joachim Rogall

„Als Joachim nach Posen kam, war die Berührungsfläche zwischen beiden Ländern gering“, resümiert Janusz Reiter in seiner Laudatio. Sie sei heute viel größer als uns meistens bewusst ist. Dazu habe Joachim Rogall in eindrucksvoller Weise beigetragen. „Mit seiner persönlichen Motivation, seiner wissenschaftlichen Kompetenz und dem beruflichen Erfolg.“

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„Ich habe manche Höhen und Tiefen in den deutsch-polnischen Beziehungen erlebt. In historischer Perspektive sind sie heute trotz mancher Missverständnisse und tatsächlichen Probleme so gut, dass mir um die Zukunft nicht bange ist.“ 

Joachim Rogall