Gendermedizin – warum Männer und Frauen unterschiedliche Behandlung brauchen

Frauen wurden in der medizinischen Behandlung lange benachteiligt, denn die Norm aller Forschungserkenntnisse war der Mann. In der Wissenschaft hat ein Umdenken eingesetzt – aber was davon kommt bei der Behandlung von Patient:innen an? Wir haben eine engagierte Ärztin des Robert Bosch Krankenhauses begleitet.

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Der Mann galt lange Zeit als medizinische Norm – als Standardpatient, sowohl bei medizinischen Behandlungsmethoden als auch bei Medikamentenstudien. Die Frau wurde hingegen nur als „leichterer Mann“ gesehen. Mit fatalen Folgen. Denn Frauen sind anders krank als Männer. 

Seit einigen Jahren wird das Geschlecht nun bei Krankheitssymptomen, Medikamenten und Therapien berücksichtigt. Gendermedizin nennt sich die geschlechtsspezifische Behandlung, die zum Ziel hat, eine optimale medizinische Versorgung beider Geschlechter zu ermöglichen. Doch wie funktioniert diese Unterscheidung im Klinikalltag?

Wir haben Nora Göbel, Oberärztin für Herz- und Gefäßchirurgie am Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart im Klinikalltag begleitet. Sie erklärt, warum ein unterschiedlicher Blick auf Männer und Frauen beispielsweise in der Kardiologie wichtig ist. Und sie macht deutlich: Für eine wirklich gendersensible Behandlung von Patient:innen muss sich noch viel bewegen. Wie sich die Gendermedizin entwickelt hat, ordnet Marion Baschin ein, die Leiterin des Instituts für Geschichte der Medizin des Bosch Health Campus. 

Fördergebiet

Gesundheit

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