iac Berlin
iac Berlin
Die ukrainische Zivilgesellschaft agiert in einem Zustand radikaler Gleichzeitigkeit, in dem Überleben, Regeneration und Transformation parallel stattfinden. In diesem außergewöhnlichen Kontext sind zivilgesellschaftliche Organisationen zu tragenden Säulen nationaler Stabilität geworden: Sie leisten humanitäre Hilfe, verteidigen Rechte und erhalten den gesellschaftlichen Zusammenhalt inmitten von Zerstörung. Zugleich tun sie dies unter der Last von Trauma, Erschöpfung und tiefgreifender Unsicherheit.
Dieser Bericht fasst erste Erkenntnisse aus einer Pilotinitiative der Robert Bosch Stiftung und der PeaceNexus Foundation zusammen. Die Initiative passt Unterstützungsangebote der Organisationsentwicklung an die Realitäten des Krieges an und begründet damit einen neu entstehenden Ansatz, den wir als regenerative Organisationsentwicklung (Regenerative Organizational Development, Regenerative OD) bezeichnen.
Infolge der russischen Invasion der Ukraine nahm Europa über sechs Millionen Geflüchtete auf. Die erste Reaktion musste ad hoc entstehen, doch mit der Zeit haben sich die Fragestellungen geändert: Was hilft den Menschen dabei, nach ihrer Ankunft eine Arbeit, eine Schule, einen Alltag zu finden? Wie kann der Übergang von Nothilfe zu langfristiger Integration gestaltet werden? Was können die Länder voneinander lernen, wenn sich Systeme, Arbeitsmärkte und Sprachen unterscheiden?
Auf der Grundlage von Gesprächen und Diskussionsrunden mit Wissenschaftler:innen, politischen Entscheidungsträger:innen und Wirtschaftsvertreter:innen und unter aktiver Beteiligung ukrainischer Geflüchteter werden in diesem Briefing die Reaktionen in 12 Ländern analysiert und Faktoren für eine nachhaltigere Unterstützung aufgezeigt.