Common Ground – Über Grenzen mitgestalten
Über das Projekt
Regionen, die Nachbarstaaten verbinden – Grenzregionen – sind besondere Räume, die viel Potenzial bieten. Doch obwohl sich die grenzübergreifenden Beziehungen zwischen Deutschland und seinen Nachbarstaaten intensiviert haben, hemmen unterschiedliche Verwaltungsstrukturen die gemeinsame Gestaltung der Regionen. Mit Common Ground fördern wir die grenzübergreifende Beteiligung der Bevölkerung an der Gestaltung ihrer Region. Durch das Programm soll eine verbindende Beteiligungskultur zwischen Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und lokaler Bevölkerung beiderseits der Grenze etabliert werden.
In der Pilotphase von 2022 bis 2025 haben acht Grenzregionen unterschiedliche Formen grenzübergreifender Bürgerbeteiligung erprobt. Seit 2026 befindet sich Common Ground in der zweiten Phase: Vier der bisherigen Projekte führen ihre Arbeit bis Ende 2027 fort. Im Mittelpunkt steht nun die Verstetigung des bisher Erreichten. Erfolgreiche Beteiligungsansätze werden weiterentwickelt und die entstandenen Strukturen langfristig in den Regionen verankert. So sollen nachhaltige grenzübergreifende Beteiligungsstrukturen entstehen, die Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Bürger:innen auch langfristig miteinander verbinden.
Warum machen wir das Projekt?
Wir setzen uns für eine tragfähige Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland und Europa ein, die auf dem Vertrauen der Bürger:innen basieren. Dieses Vertrauen entsteht durch eine lebendige demokratische Kultur auf lokaler Ebene. Besonders in Grenzregionen können inklusive Beteiligungsformate Offenheit, Solidarität und gegenseitiges Verständnis fördern – über kulturelle und nationale Grenzen hinweg. So stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die demokratische Teilhabe dort, wo Menschen direkt zusammenleben.
Wie funktioniert das Projekt?
In der Pilotphase von 2022 bis 2025 haben wir Beteiligungsprozesse in acht deutschen Grenzregionen gefördert. Der Fokus lag auf Regionen mit wenig Erfahrung in grenzübergreifender Bürgerbeteiligung. Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft arbeiteten dabei gemeinsam mit der Bevölkerung beiderseits der Grenze an regionalen Herausforderungen und entwickelten neue Formen der Zusammenarbeit. Die Projekte wurden wissenschaftlich begleitet.
Erfolgreiche Ansätze werden seit 2026 in einer zweiten Projektphase verstetigt: Vier der bisherigen Projekte führen ihre Arbeit bis 2027 fort. Im Mittelpunkt steht nun, Erreichtes weiterzuentwickeln und zu verstetigen. Die entstandenen Beteiligungsstrukturen sollen langfristig in den Regionen verankert und die grenzübergreifende Zusammenarbeit nachhaltig gestärkt werden. Jedes Projekt hat eine eigene wissenschaftliche Begleitung.
Wer ist beteiligt und wo findet das Projekt statt?
Das Programm richtet sich an Kommunen, Landkreise und zivilgesellschaftliche Organisationen in deutschen Grenzregionen und ihren Nachbarländern. Gefördert werden grenzüberschreitende Projekte entlang der deutschen Außengrenzen. Die Programmkoordination übernimmt das nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH, das die Regionen bei Auswahl, Konzeption, Umsetzung und Austausch unterstützt.
Checklisten für die Entwicklung grenzübergreifender Bürgerbeteiligungsprojekte
Aus den Erfahrungen der unterschiedlichen Grenzregionen haben wir eine Handreichung entwickelt, die wir neuen Projektplaner:innen und Umsetzer:innen mit auf den Weg geben möchten. Darin sind drei Checklisten enthalten, die wir hier zum Download anbieten.
Aktuelles zum Projekt
Ihre Ansprechpartner:innen
Sylvia Hirsch
Senior Projektmanagerin
Eva Roth
Senior Projektmanagerin
Nicolas Bach
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
nexus Institut
Dr. Claudia Bosch
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
nexus Institut