Über Grenzen mitgestalten

Gemeinsam etwas bewegen, politische Prozesse in der eigenen Region mitgestalten, die aktive Demokratie stärken – und das über Grenzen hinweg. All das ist Common Ground, das Programm der Robert Bosch Stiftung zur Förderung grenzübergreifender Bürgerbeteiligung.

Bild
Common Ground Webartikel 1600

Am 14. Juni war es soweit: Im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung wurden in der Robert Bosch Stiftung in Berlin acht engagierte Grenzregionen in das neue Förderprogramm „Common Ground“ aufgenommen. Darunter sind Projekte, die sich für eine nachhaltige grenzübergreifende Energieversorgung einsetzen, genauso wie Projekte, die gesundheitliche Folgen des Klimawandels in Hochwasserregionen untersuchen oder sich für einen grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehr stark machen.

„Ein gemeinsamer Aushandlungsprozess öffnet den Raum für gute Ideen, fördert die Akzeptanz von politischen Entscheidungen und stärkt das Vertrauen in die Demokratie“, sagte Claudia Rolf, Teamleiterin Demokratie der Robert Bosch Stiftung. „Daher wollen wir mit Common Ground lokale Beteiligungsprozesse fördern, in denen Bürgerinnen und Bürger über Grenzen hinweg in den Austausch kommen und gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen ihrer Regionen suchen und finden.“

Sprachbarrieren überwinden, unterschiedliche Mentalitäten zusammenbringen

Grenzregionen sind besondere Räume mit besonderen Herausforderungen. Es gilt Sprachbarrieren zu überwinden, unterschiedliche Mentalitäten zu berücksichtigen sowie administrative Rahmenbedingungen aufeinander abzustimmen. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft diskutierten die Nominierten in einem Auftaktworkshop, wie das gelingen kann. Wie können demokratische Prozesse in Europa gestärkt werden? Welche Rolle spielt dabei die Beteiligung der Menschen vor Ort? Welche besonderen Chancen aber auch Herausforderungen ergeben sich daraus für Grenzregionen?

Das Ziel von Common Ground ist, Beteiligungsstrukturen zu etablieren, die über die Laufzeit des Programms hinaus Bestand haben. Unterstützt werden die ausgewählten Regionen bei ihrer Arbeit durch das nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung unter Leitung von Professorin Christiane Dienel.

Mehr erfahren

Ähnliche Beiträge

Mensch auf Treppe mit Pride Farben_800x600.jpg
Story

Queerfeindlichkeit nimmt zu – jetzt zählt politisches Handeln

Diversität Unternehmen_Shutterstock_Gvardgraph_800x600.png
Story

Wirtschaft in der Pflicht: Unternehmen müssen sich als Demokratieakteure begreifen

gedreht_imago0102094628h_(c)IMAGO_Panthermedia 800x600.jpg
Story

Wenn stille Gruppen nicht mehr still sind…

Schülerparlament
Story

Demokratie im Kleinen lernen