Das Zuversichtsbarometer
Worum es geht
Wie zuversichtlich blickt die organisierte Zivilgesellschaft in Deutschland in die eigene Zukunft? Was gibt den Menschen in Vereinen, Stiftungen und gemeinnützigen Organisationen Mut, was belastet sie und wie schätzen sie ihre Möglichkeiten ein, Gesellschaft mitzugestalten?
Das Zuversichtsbarometer ist eine Befragung von Akteur:innen der organisierten Zivilgesellschaft in Deutschland. Es erfasst, mit welchen Erwartungen sie in die Zukunft ihrer Organisation blicken, wie sie mit der aktuellen gesellschaftlichen Lage umgehen und wie sie ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten wahrnehmen. So macht das Zuversichtsbarometer sichtbar, was Zuversicht stärkt und wo konkrete Belastungen und Unsicherheiten liegen.
Unter Zivilgesellschaft verstehen wir selbstorganisiertes Handeln, das außerhalb von Staat und Markt auf das Gemeinwohl ausgerichtet ist. Die Ergebnisse des Zuversichtsbarometers zeigen, was Menschen und Organisationen brauchen, um sich auch in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen wirksam für das Gemeinwohl einsetzen zu können. Damit liefert die Erhebung wichtige Impulse dafür, wie Zivilgesellschaft gestärkt und gute Rahmenbedingungen für Engagement und gesellschaftliche Mitgestaltung geschaffen werden können.
Warum machen wir das Projekt?
Die Zivilgesellschaft ist eine tragende Säule unserer Demokratie und eine wichtige Kraft für gesellschaftlichen Wandel. Gleichzeitig gerät sie zunehmend unter Druck: Zunehmende gesellschaftliche Polarisierung, wachsendes Misstrauen gegenüber gemeinnützigen Organisationen und rechtsextreme Propaganda beeinträchtigen ihre Handlungs- und Gestaltungskraft nachhaltig. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit ist deshalb die Frage wichtig, was zivilgesellschaftliche Akteur:innen stärkt und ihnen Zuversicht gibt. Denn eine starke Zivilgesellschaft braucht Menschen und Organisationen, die auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig bleiben und Veränderungen aktiv mitgestalten können.
Was ist das Ziel?
Mit dem Zuversichtsbarometer wollen wir sichtbar machen, wie Menschen in der organisierten Zivilgesellschaft mit diesen gesellschaftlichen Entwicklungen umgehen und wie sie auf ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten blicken. Denn Zuversicht bedeutet nicht, Herausforderungen auszublenden, sondern darauf zu vertrauen, ihnen gemeinsam etwas entgegensetzen und Veränderung bewirken zu können. Die Ergebnisse helfen uns zu verstehen, was zivilgesellschaftliche Akteur:innen stärkt und was sie brauchen, um Gesellschaft auch in Zeiten von Unsicherheit und Krisen aktiv mitzugestalten.
Wie funktioniert das Zuversichtsbarometer?
Für die erste Ausgabe des Zuversichtsbarometers hat das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Robert Bosch Stiftung vom 10. August bis 4. September 2026 insgesamt 754 Vertreter:innen der organisierten Zivilgesellschaft in ganz Deutschland telefonisch befragt.
Die Befragung gibt Einblicke in ihre aktuelle Stimmung, ihre Erwartungen für die Zukunft ihrer Organisation und die Wahrnehmung ihrer eigenen Gestaltungsmöglichkeiten. Die empirischen Ergebnisse werden durch Impulse aus der Praxis ergänzt. So entsteht ein differenziertes Bild davon, was die Zivilgesellschaft bewegt, wo sie Herausforderungen sieht und woraus sie Zuversicht schöpft.
Aktuelles zum Projekt
Ihre Ansprechpartner:innen
Kolja Maria Kukuk
Projektmanager
Stefanie Kaufmann Dimeski (Presse)
Referentin