Das sind die Gewinner-Schulen 2024

In Berlin sind die Schulen des Jahres mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet worden. Den Hauptpreis gewinnt eine Bonner Förderschule. Bundeskanzler Olaf Scholz würdigte die Preisträger.

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Der Hauptpreis des Deutschen Schulpreises 2024 geht nach Nordrhein-Westfalen: Die Siebengebirgsschule in Bonn, eine Förderschule in den Schwerpunkten Lernen, Sprache und sozial-emotionale Entwicklung, gewinnt die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung. Fünf weitere Preise in Höhe von je 30.000 Euro gehen an die Friedenauer Gemeinschaftsschule in Berlin, die Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule in Berlin, das Joseph-DuMont-Berufskolleg in Köln, das St.-Pius-Gymnasium in Coesfeld und das Thomas-Morus-Gymnasium in Oelde.

Die weiteren neun Finalisten erhalten einen Anerkennungspreis in Höhe von je 5.000 Euro. Im Rahmen des renommierten Wettbewerbs zeichnen die Robert Bosch Stiftung GmbH und die Heidehof Stiftung GmbH jährlich die besten Schulen aus. Kooperationspartner sind die ARD und die ZEIT Verlagsgruppe.

„Großartige Ideen und jede Menge Engagement“

Bundeskanzler Olaf Scholz würdigte die Preisträger heute im Berliner Tempodrom: „Die Schulzeit prägt uns ein Leben lang. Gute Schulen vermitteln Wissen und Selbstvertrauen, fördern Kreativität und Gemeinsinn. Alle Schulen, die sich für den Deutschen Schulpreis beworben haben, zeigen jeden Tag mit großartigen Ideen und jeder Menge Engagement, wie das gelingen kann." Allerdings hänge der Bildungserfolg im Land noch zu häufig davon ab, mit welchen Startbedingungen Schülerinnen und Schüler ihren Bildungsweg beginnen, so Scholz weiter. „Mit dem Startchancen-Programm hat die Bundesregierung zusammen mit den Ländern in diesem Jahr das größte und langfristigste Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland begonnen. Das Ziel: alle Schülerinnen und Schüler sollen ihre Talente voll ausschöpfen können."

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Schüler:innen und Lehrkräfte der Siebengebirgsschule in Bonn freuen sich über den Hauptpreis

Individuelle Lernsettings und eigenverantwortliches Arbeiten

Selbstbestimmt, ohne klassischen Stundenplan und ohne feste Klassenräume lernen die 265 Schüler:innen der Siebengebirgsschule in Bonn – eine Förderschule im Verbund der Förderschwerpunkte Lernen, emotionale-soziale Entwicklung und Sprache. Hier entfalten die Lernenden ihr Potenzial und finden ihren Weg zu gesellschaftlicher Teilhabe. „Die Siebengebirgsschule nimmt Kinder auf, mit denen Regelschulen überfordert sind, und ermöglicht ihnen, ins Lernen zurückzufinden, ihre Talente zu entdecken und hervorragende Leistungen zu erbringen“, sagt Prof. Dr. Thorsten Bohl, Sprecher der Jury des Deutschen Schulpreises und Direktor der Tübingen School of Education. Die Grundlage hierfür ist eine durchdachte Schulkultur mit Gleitzeit und Kernarbeitszeiten, die den Schüler:innen ein hohes Maß an Eigenverantwortung zutraut und zu einer hohen aktiven Lernzeit führt.
 

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Thorsten Bohl

„Durch passgenaue Diagnostik und Förderung, individuelle Lernbegleitung und kluge Nutzung digitaler Tools bietet die Siebengebirgsschule auch anderen Schulen eine hervorragende Orientierung“.

Prof. Dr. Thorsten Bohl, Sprecher der Jury des Deutschen Schulpreises

Bereits zu Schulbeginn loggen sich die Schüler:innen mit dem iPad selbstständig im digitalen LernNavi ein. Anstelle von festen Stundenplänen werden die Unterrichtsinhalte über Lernpfade, Missionen und individuell angepasste Arbeitspläne abgebildet. „Diese Schule zeigt vorbildlich, was möglich ist, wenn wir Schüler:innen aufrichtig etwas zutrauen, uns an ihren Stärken orientieren und Anreizsysteme statt Strafen schaffen", so Bohl. 

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Vielversprechende Konzepte identifizieren und verbreiten

„Innovative Ideen werden selten von oben verordnet. Sie entstehen in der Praxis – vor Ort in den Schulen“, sagt Dr. Bernhard Straub, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung. „Mit dem Deutschen Schulpreis wollen wir diese vielversprechenden Konzepte identifizieren und zu ihrer Verbreitung beitragen. Dabei ist der Wettbewerb längst nicht alles. Wir haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Unterstützungsangebote für Schulen geschaffen, die an ihrer eigenen Schul- und Unterrichtsentwicklung arbeiten wollen. Die diesjährige Hauptpreisträgerschule ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Sie hat mit ihrem besonderen Digital-Konzept bereits während der Corona-Pandemie am Wettbewerb teilgenommen und ist so in das zweijährige Entwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises gekommen.“

Alle Finalisten haben in den vergangenen Monaten ein aufwendiges Bewerbungsverfahren durchlaufen. Im März dieses Jahres hatte die Jury zunächst 20 Schulen aus über 80 Bewerbungen ausgewählt. Zwischen April und Juni wurden sie von Juryteams besucht und begutachtet. Im Anschluss nominierte die Jury 15 Schulen für die Endrunde des Deutschen Schulpreises 2024.

Deutscher Schulpreis 2025

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