So wird Care-Arbeit gerechter

Care-Arbeit ist ungerecht verteilt und unterbezahlt – und das weltweit. Dabei ist eine funktionierende Wirtschaft ohne sie nicht möglich. Wir zeigen, wie Care-Arbeit stärker in unserem Wirtschaftsverständnis verankert werden kann, um die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.

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89 Milliarden Stunden – das ist die Menge an unbezahlter Care-Arbeit, die jährlich in Deutschland geleistet wird. Ungerecht ist dabei auch, dass Frauen mehr als drei Viertel davon verrichten. Eine Kultur der Wertschätzung fehlt genauso wie eine gerechte Bezahlung. Dabei bildet unbezahlte Care-Arbeit die unsichtbare Grundlage der heutigen Wirtschaft. Nur wenn Kinder, Ältere, Menschen mit Behinderung und Kranke betreut und versorgt sind, kann wirtschaftliche Leistung erzielt werden. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Trotzdem sehen die meisten Menschen Care-Arbeit als eine Tätigkeit, die losgelöst vom wirtschaftlichen Geschehen ist. Und die scheinbar endlos zur Verfügung steht. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Arbeitsbedingungen in der Care-Arbeit oft prekär sind und in Altersarmut münden.

Über das Projekt

Wirtschaft ist Care

Wirtschaft und Care gehören zusammen

Das Projekt „Wirtschaft ist Care“ will diese Ungerechtigkeit nicht hinnehmen. In unserer Videoreportage begleiten wir zwei Care-Arbeiter:innen in ihrem Alltag, machen auf die Ungleichbehandlung in ihrem Arbeitsfeld aufmerksam und fragen, wie sich die Rahmenbedingungen des Care-Sektors verbessern lassen. Feline Tecklenburg, die geschäftsführende Co-Vorständin von „Wirtschaft ist Care“, erklärt außerdem, was sich auf politischer Ebene tun muss, um für mehr Gerechtigkeit im Bereich der Care-Arbeit zu sorgen.

Das Dossier zum Thema

Gerechtigkeit

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