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Verena Müller
Volker Nüske
Senior Projektmanager
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Volker Nüske
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Der Autor dieser Expertise, Dr. Mahmoud Jaraba forscht seit 2015 zu arabischen, türkischen und kurdischen Großfamilien – oft als „Clans“ oder „Mhallamiye“ bezeichnet – in Deutschland. Bei seiner Feldforschung hat er über Jahre hinweg den Alltag von Angehörigen der Familien begleitet und mehrere Hundert Interviews mit ihnen sowie mit Vertreter:innen von Polizei, Behörden und Sozialarbeit geführt.
Die Aufnahme, Unterbringung und Integration geflüchteter Menschen in den Kommunen bleibt weiter Thema, nicht zuletzt in den diesjährigen Wahlkämpfen. Die mediale Debatte scheint sich beruhigt zu haben im Vergleich zum Herbst 2023, gleichzeitig steht das Argument überlasteter Kommunen im Zentrum jüngster Maßnahmen, die auf die Reduktion von Fluchtzuwanderung abzielen.
Der Mediendienst Integration und die Forschungsgruppe Migrationspolitik der Universität Hildesheim haben die Kommunen in Deutschland dazu befragt, wie es um die Aufnahme Geflüchteter steht. Die Befragung knüpft an die Umfrage vom Oktober 2023 an. Neueste Entwicklungen werden sichtbar, erweiterte Fragestellungen geben tiefere Einblicke in die Lage vor Ort. Eine verbesserte Datenlage aus den ostdeutschen Bundesländern erlaubt regionale Vergleiche.
Dieser Leitfaden soll solidarischen Städten in Deutschland eine klare Übersicht über ihren rechtlichen Spielraum im Bereich der kommunalen Aufnahme von Schutzsuchenden aus dem Ausland bieten und sie mit konkreten Handlungsmöglichkeiten in ihrem Einsatz für sichere Fluchtwege und eine humanitäre Migrationspolitik ausstatten. Zusätzlich werden Ansatzpunkte für Forderungen entwickelt, die kommunale Stimmen und Interessen gegenüber Bund und Ländern stärken sollen
In ländlichen Räumen treten die Herausforderungen des demografischen Wandels besonders stark hervor. Auch strukturelle Veränderungen des Arbeitsmarktes (wie zum Beispiel durch Digitalisierungsprozesse) wirken sich deutlich aus. Perspektivisch wird es in 30 Prozent aller Berufsgruppen zu wenig Arbeitskräfte geben. Ländliche Räume müssen daher Fachkräftestrategien entwickeln. Sie müssen die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte voranbringen, die (Weiter-) Qualifizierung ansässiger wie zugezogener Personen verstärken und Maßnahmen zum Halten der gewonnenen und qualifizierten Fachkräfte vor Ort ergreifen. Dieses Impulspapier liefert ergänzende Informationen zur Kurz-Expertise "Anwerben, Qualifizieren, Halten - Handlungsspielräume lokaler Akteur:innen für die Fachkräftesicherung in ländlichen Räumen" im Rahmen unseres Förderprogramms Land.Zuhause.Zukunft.
Wie überall in Deutschland kann auch in ländlichen Räumen der Bedarf an Fachkräften längst nicht mehr über ansässige Personen gedeckt werden. Auch die Zuwanderung aus dem Inland gestaltet sich schwierig. Daher rückt die Anwerbung von Arbeitskräften aus dem Ausland verstärkt in den Blick. Allerdings: Zu wenige Menschen entscheiden sich für Deutschland und noch weniger für ländliche Räume. Politisches Handeln ist also geboten.
Zwar kann Politik Migration nicht per Knopfdruck steuern, aber gerade in der Arbeitsmigration kann sie starke Impulse setzen, Migrations- und Integrationsprozesse deutlich beschleunigen und vereinfachen. Es gilt, Menschen nicht nur anzuwerben, sondern auch ihre (Weiter-)Qualifizierung zu fördern und sie langfristig zu halten. Daraus ergibt sich ein Dreiklang von Anwerben, Qualifizieren und Halten von Fachkräften aus dem Ausland, dem sich diese Kurz-Expertise widmet.