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Ana Bojadjievska
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Deutschlands Finanzen stehen unter Druck. Klimawandel, Krieg in der Ukraine, wirtschaftlicher Strukturwandel, Erneuerung der Infrastruktur und alternde Gesellschaft – all das kostet viel Geld und führt zu Verteilungskämpfen. Deswegen ist es nötig, über wichtige Richtungsentscheidungen zu diskutieren. Was können und wollen wir uns als Gesellschaft noch leisten? Und wie verteilen wir die Lasten gerecht? Die öffentliche Debatte darüber ist von Lagerdenken geprägt. Für eine sachliche Debatte fehlt vielen Bürger:innen das nötige Wissen zu Steuern und Finanzen. Gefördert von der Robert Bosch Stiftung hatte die Bürgerdebatte Gerechte Steuern und Finanzen zum Ziel herauszufinden, wie es anders geht. Die vorliegende Publikation beschreibt den Ablauf der Debatte, fasst Erfahrungen und Ergebnisse zusammen. Die Teilnehmenden haben komplexe und oft abstrakte Fragen debattiert – von der Erbschaftsteuer über die Rentenversicherung bis zu einer Bundessteuerverwaltung. Am Ende haben sie sich trotz der Meinungsvielfalt auf insgesamt 13 Empfehlungen geeinigt, die in diesem Bürgergutachten veröffentlicht wurden. Die Debatte zeigt: Mit Bürger:innen über Steuern und Finanzen diskutieren – das ist nicht nur dringend nötig, es kann auch funktionieren, und es lohnt sich.
Wer sich beruflich oder ehrenamtlich in zivilgesellschaftlichen Organisationen engagiert, erhält in diesem Magazin einen Überblick über neue Ansätze der Kooperation. Das Heft regt dazu an, die Zusammenhänge zwischen sozialen und ökologischen Themen neu zu denken. Wenn unterschiedliche Verbände ihr Know-how einbringen und Konfliktthemen diskutieren, geben sie wichtige Impulse für eine tragfähige und gerechte Transformationspolitik. Sprich: für einen Wandel, der gleichsam Gerechtigkeit, Demokratie und Zukunftsfähigkeit stärkt. Politiker:innen stehen vor der Aufgabe, die „Just Transition“ erfolgreich zu gestalten. Für sie gibt das Magazin Einblicke in Aktivitäten der neuen Allianzen zwischen Gewerkschaften, Wohlfahrts-, Sozial- und Umweltverbänden. Sie arbeiten an der Schnittstelle von sozial-ökologischen Herausforderungen und können Ansätze für integrierte handlungsfeldübergreifende Zugänge aufzeigen. Das Magazin ermutigt dazu, die organisierte Zivilgesellschaft und ihre Allianzen als Gesprächspartner auf Augenhöhe einzubinden. Die Publikation ist entstanden aus dem Projekt „Die sozial-ökologische Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Bündnisse von Sozial-, Wohlfahrts-, Umweltverbänden und Gewerkschaften“ des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)und wurde gefördert von der Robert Bosch Stiftung.
Ungleichheiten durchdringen alle Bereiche unserer Gesellschaft. Sie prägen etwa die Verteilung von Einkommen und Vermögen oder die Chancengleichheit aufgrund von Merkmalen, wie Geschlecht, Herkunft oder Behinderungen. In diesem Hintergrundpapier beleuchten Ellen Ehmke, Senior Expertin der Robert Bosch Stiftung, und Martina Ciravegna, vormals für die Robert Bosch Stiftung tätig, heute Projektreferentin bei der Deutschlandstiftung Integration, die komplexe Natur dieser Ungleichheiten.
Die Autor:innen erläutern verschiedene Dimensionen von Ungleichheit: von vertikalen Unterschieden in Einkommen und Vermögen bis zu horizontalen Ungleichheiten zwischen sozialen Gruppen. Sie zeigen auf, wie sich Ungleichheiten gegenseitig überlappen und ein dichtes Gewebe bilden, das für manche Vorteile schafft, andere jedoch zurückhält. Zudem werden die historischen Wurzeln dieser Ungleichheiten betrachtet: das Erbe des Kolonialismus, die ungleiche Nutzung natürlicher Ressourcen oder unbezahlte Sorgearbeit. Das Papier beleuchtet, wie die daraus entstandenen Mechanismen bis heute wirken.
Der Text zeigt auf, warum Ungleichheit allen schadet, nicht allein jenen Menschen, die Armut und Ausgrenzung erfahren. Ungleichheiten behindern persönliche Entwicklungschancen und zersetzen den sozialen Zusammenhalt von Gesellschaften. Sie untergraben das Vertrauen in unsere Demokratien und beeinträchtigen unsere kollektive Fähigkeit, Krisen zu bewältigen.
Abschließend präsentiert das Papier Ideen und Ansätze, wie Ungleichheiten auf systemischer Ebene begegnet werden kann. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass der Kampf gegen Ungleichheit eine Frage der Machtverteilung ist. Es werden einige Partnerorganisationen vorgestellt, mit denen die Robert Bosch Stiftung daran arbeitet, Ungleichheiten zu begegnen.
Ellen Ehmke_Expert
Senior Expert Ungleichheit
Kahina Rabahi
European Anti-Poverty Network
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