Wasser-Boden-Agroforst: Gemeinsam für klimaresiliente Landschaften im Südschwarzwald

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Über das Projekt

Längere Dürren und zunehmende Starkregenereignisse gefährden Landwirtschaft, Natur und Siedlungen im Südschwarzwald. Das Projekt "Wasser-Boden-Agroforst" stärkt die Widerstandsfähigkeit der Region durch naturbasierte Lösungen. Der Naturpark Südschwarzwald entwickelt gemeinsam mit Landwirt:innen, Gemeinden und Expert:innen Strategien, die an die lokalen Bedingungen angepasst sind. Von Beginn an werden die Menschen vor Ort in die Planung einbezogen, um Akzeptanz und Umsetzung der Maßnahmen zu gewährleisten. Diese gemeinsame Gestaltung der Zukunft ist wesentlich, um den Herausforderungen des Klimawandels erfolgreich zu begegnen. Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch verschiedene Stiftungen, das Land Baden-Württemberg und die Europäische Union.

Warum machen wir das Projekt?

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die auch vor dem Südschwarzwald nicht haltmacht. Die Landwirtschaft leidet unter den zunehmenden Wetterextremen. Dürren führen zu Ernteausfällen, Starkregen schwemmt wertvollen Boden weg. Die Artenvielfalt ist gefährdet. Die Robert Bosch Stiftung fördert dieses Projekt, weil es neue Wege aufzeigt, wie wir uns an den Klimawandel anpassen und unsere Lebensgrundlagen schützen können. Der Südschwarzwald dient dabei als Modellregion: Die hier gewonnenen Erkenntnisse können auch auf andere Regionen übertragen werden. 

Was ist unser Ziel?

Das Projekt "Wasser-Boden-Agroforst" verfolgt drei Hauptziele: Klimafeste Landwirtschaft, Schutz der Biodiversität, Sicherung der Wasserversorgung. Außerdem wird erprobt, welche Voraussetzungen in Gesetzgebung und Verwaltung geschaffen werden müssen, um eine Transformation hin zu einer klimaresilienten Landwirtschaft und Landnutzung zu ermöglichen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Hemmnisse abzubauen und die notwendigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung in anderen Regionen zu schaffen.

Wie funktioniert das Projekt?

Das Projekt startet 2025 und läuft fünf Jahre lang. In fünf Landkreisen des Naturparks Südschwarzwald werden gemeinsam mit den Menschen vor Ort neue Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Wissenschaftler der Universität Hohenheim begleiten das Projekt und sorgen dafür, dass die Ergebnisse auch für andere Regionen nützlich sind. Folgende Stiftungen fördern das Projekt: die Eva Mayr-Stihl Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die CHRYSANTIL Stiftung, die Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg, die Josef Wund Stiftung und die Heidehof Stiftung.

Konkrete Maßnahmen

Im Mittelpunkt stehen drei Bereiche, die eng miteinander verknüpft sind und die natürlichen Kreisläufe stärken: 

Wasser: Im Projekt werden Möglichkeiten untersucht, Wasser in der Landschaft zurückzuhalten. Renaturierte Bäche und naturnahe Rückhaltebecken schaffen Wasserspeicher für Trockenperioden. Diese Maßnahmen ahmen natürliche Prozesse nach und vermindern das Risiko von Hochwasser. 

Boden: Gesunde Böden sind die Grundlage für eine widerstandsfähige Landwirtschaft und ein intaktes Ökosystem. Der Anbau geeigneter Pflanzen und eine schonende Bodenbearbeitung fördern die Bodenfruchtbarkeit und das Wasserhaltevermögen. Humusaufbau und Erosionsschutz stehen dabei im Vordergrund. 

Agroforst: Die Integration von Bäumen und Sträuchern in landwirtschaftliche Flächen (Agroforst) bietet vielfältige Vorteile. Agroforstsysteme schützen den Boden vor Erosion, speichern Wasser und schaffen ein günstiges Mikroklima. Sie bieten Lebensraum für Insekten und Vögel und erhöhen die Biodiversität. Im Projekt wird die Anlage solcher Systeme gefördert und erprobt.

Mehr erfahren

Weitere Informationen über das Projekt finden Sie auf der Website unseres Partners:

Ihre Ansprechpartner:innen

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Elisabeth van Gelder

Projektmanagerin

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Florian Schmid

Naturpark Südschwarzwald

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