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Verena Müller
Jassin Irscheid
Projektmanager
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Jassin Irscheid
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Bei den internationalen Klimaverhandlungen konzentrieren sich die Diskussionen häufig auf drei Schlüsselbereiche: Anpassung, Schäden und Verluste sowie Minderung. Ein wichtiges Thema bleibt dabei jedoch weitgehend unberücksichtigt: die Klimamobilität. In diesem Policy Brief wird untersucht, warum Klimamobilität für einen menschenzentrierten Aktionsplan entscheidend ist und welche Bedeutung sie für die Diskussionen innerhalb der Klimarahmenkonvention hat. Es wird aufgezeigt, wie Migration als proaktive Strategie zur Anpassung an den Klimawandel dienen kann, vorausgesetzt, dass die Rechte geschützt und angemessene Bedingungen geschaffen werden. Es wird diskutiert, warum Regierungen Migration erleichtern und Menschen in die Lage versetzen müssen, informierte Entscheidungen zu treffen, und wie dringend verantwortungsvolle Mechanismen und finanzielle Mittel benötigt werden, um Menschen zu unterstützen, die aufgrund der zunehmenden Klimafolgen vertrieben werden. Abschließend wird das Ausmaß der Emissionsminderung und ihre Auswirkungen auf die Stabilität von Ökosystemen und Migrationsfaktoren untersucht. In diesem Zusammenhang wird auch der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften durch Migration beim Übergang zu einer dekarbonisierten Wirtschaft hervorgehoben.
Die von den USA in Lateinamerika eingerichteten „Safe Mobility Offices“ (SMOs) stellen einen innovativen Ansatz im Umgang mit irregulärer Migration dar. Diese Büros sollen schutzbedürftigen Migrant:innen sichere Alternativen bieten und zeigen das Potenzial von politischem Willen und internationaler Zusammenarbeit. Seit ihrer Gründung im Jahr 2023 haben die SMOs die Umsiedlung von 9.000 Personen in die USA ermöglicht, weitere 11.000 Personen wurden zur Umsiedlung zugelassen. Diese Studie untersucht die Ziele und Funktionsweise der SMOs, ihren Einfluss auf Migrationsdynamiken und ihre Übertragbarkeit auf den Umgang mit gemischter Migration in Europa. Während SMOs ein vielversprechendes Modell darstellen, ist es von entscheidender Bedeutung, ihre Beschränkungen zu berücksichtigen, um ihr Potenzial zur Bereitstellung sicherer Alternativen für Migrant:innen voll auszuschöpfen.
Der Mixed Migration Review (MMR) ist der zentrale Jahresbericht des Mixed Migration Center und wurde 2018 zum ersten Mal veröffentlicht. Der diesjährige MMR befasst sich mit den komplexen Wechselwirkungen zwischen Politik und Migration und zeigt auf, wie sich fast die Hälfte der Weltbevölkerung in über 80 Ländern während der Wahlen 2024 mit migrationsbezogenen Themen auseinandergesetzt hat. Der Bericht enthält Beiträge über die Instrumentalisierung von Migration für politische Zwecke, den Aufstieg des Populismus und den Einfluss moderner Medien auf die öffentliche Meinungsbildung sowie einzigartige regionale Perspektiven von jungen Autor:innen und einen Blick darauf, wie Behörden auf gemischte Migrationsbewegungen reagieren.
In dieser Publikation liefert Sarah Miller von Refugees International eine umfassende Analyse der internationalen Politik in Bezug auf Binnenvertreibung. Sie zeigt auf, welche Herausforderungen die Akteure der Entwicklungszusammenarbeit meistern müssen, um den Bedürfnissen von Binnenvertriebenen gerecht zu werden. Der Bericht präsentiert eine kritische Analyse der Schwachstellen im humanitären System und eine Agenda, um die Reaktion auf Binnenvertreibung zu verbessern.
Digitale Wallets sind eine aufkommende Innovation im Bereich der digitalen Identifizierung, befinden sich aber noch in der Pilotphase. Wie alle Technologien werden auch diese Wallets durch politische Entscheidungen geprägt. Im Jahr 2021 schlug die EU-Kommission das System der „European Digital Identity (EUDI) wallet“ vor, das das Potenzial hat, weltweite Standards zu setzen. Unsere Partner bei Caribou Digital, der University of Virginia und der Queen Mary University haben die EUDI analysiert und dabei auf Zugänglichkeit, Inklusivität und Risikominderung geachtet, insbesondere im Hinblick auf Überwachung, Privatsphäre und Datenschutz. Ihre Empfehlungen zielen darauf ab, dass politischen Entscheidungsträger:innen verstärkt auf den Schutz von Grundrechten achten.