Expert:innenforum Startchancen

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Über das Projekt

Mit dem Expert:innenforum Startchancen (ExSta) führen die Robert Bosch Stiftung, das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und die Wissenschaftliche Einrichtung des Oberstufenkollegs der Universität Bielefeld (WEOS) ein Projekt fort, das neue Impulse für die Bildungssteuerung geben soll. Im Mittelpunkt steht die Idee, Steuerung stärker an den konkreten Bedarfen von Schulen und Kitas auszurichten. Ziel ist ein langfristiger Kulturwandel in der Steuerung des Bildungssystems, um Schulen und Kitas in herausfordernder Lage wirksam und dauerhaft zu fördern.

Das Projekt knüpft an das Expert:innenforum Startchancenprogramm Schule an, das sich mit Fragen der Steuerung und Förderung von Schulen in schwierigen Kontexten befasst hat. Aufbauend auf diesen Erfahrungen richten die neuen Foren ihren Fokus auf den Bereich Frühe Bildung, während die wissenschaftlichen Expertisen und der Ergebnistransfer aus dem bisherigen Forum fortgeführt und zugleich stärker fokussiert werden. ExSta bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen: aus Praxis, Bildungsadministration, Politik und Wissenschaft. Diese Vernetzung schafft besonderen Mehrwert: Sie macht sichtbar, welche Lösungen vor Ort entstehen, welche Steuerungsansätze auf Landes- und Bundesebene existieren und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse relevant sind. Die Umsetzung erfolgt in drei Bausteinen:

  • Expert:innenforen Frühe Bildung: bundesweite Foren zur Begleitung des politischen Prozesses rund um die Startchancen-Förderung in Kitas.
  • Wissenschaftliche Kurz-Expertisen: Studien, die praxisnahe Lösungen von Schulleitungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und ministerialen Steuerungslogiken kontrastieren.
  • Transfer: Dokumentation und Aufbereitung der Ergebnisse in Dossiers, die Akteur:innen aus Praxis, Politik und Wissenschaft zugänglich gemacht werden.
     

So trägt ExSta dazu bei, praxisnahe und politisch anschlussfähige Lösungen zu entwickeln – und das System Schule und Kita nachhaltig zu stärken. Die Publikationen aus dem Expert:innenforum Startchancenprogramm Schule bleiben auf dieser Seite online verfügbar, da sie weiterhin wichtige Impulse für die Förderung von Schulen in herausfordernder Lage liefern.

Warum machen wir das Projekt?

Bildungsgerechtigkeit bleibt eine zentrale Herausforderung des deutschen Schulsystems. Besonders Schulen in herausfordernder Lage benötigen Unterstützung, die verlässlich und passgenau ist. Bisherige Förderprogramme laufen jedoch häufig zeitlich befristet und folgen eigenen Programmlogiken, ohne dass die Bedarfe der Einrichtungen selbst ausreichend berücksichtigt werden. Mit der im Koalitionsvertrag angekündigten Förderung von Startchancen-Kitas ergibt sich die Chance, schulische und frühkindliche Bildung stärker zu verzahnen. ExSta greift diesen Impuls auf, stärkt die Position der Praxis im bildungspolitischen Diskurs und leistet einen Beitrag zu einem zukunftsfähigen, chancengerechten Bildungssystem.

Was sind die Ziele?
  • Kulturwandel in der Bildungssteuerung: Von kurzfristigen Programmen hin zu nachhaltiger, bedarfsgerechter Unterstützung.
  • Dialog stärken: Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung miteinander ins Gespräch bringen.
  • Innovationen sichtbar machen: Zeigen, welche Lösungen die Schulleitungen und Kitas vor Ort entwickeln – und wie diese in politische und administrative Steuerung einfließen können.
  • Handlungsempfehlungen entwickeln: Konkrete Vorschläge für die Ausgestaltung der Startchancen-Förderung in der frühen Bildung.

 

Wie ist der Ablauf?

•    Expert:innenforen Frühe Bildung: Vier bundesweite Foren bringen Fachleute aus Praxis, Politik, Verwaltung und Wissenschaft zusammen. Nach Impulsvorträgen werden in Workshops Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert und Handlungsempfehlungen entwickelt.
•    Wissenschaftliche Kurz-Expertisen: Sechs Studien beleuchten Praxislösungen von Schulleitungen im Vergleich zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und ministerialen Vorgaben – und zeigen, welche Steuerungsoptionen bestehen.
•    Schulleitungslabore: In themenspezifischen Labortreffen arbeiten Schulleitungen gemeinsam an Lösungen für konkrete Problemlagen wie Bürokratie, Personal oder Schnittstellenmanagement.
•    Transfer: Alle Ergebnisse werden in öffentlich zugänglichen Dossiers aufbereitet und liefern Impulse für Politik, Verwaltung und Praxis.

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