100-Prozent-Schulen

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Über das Projekt

Jedes fünfte Kind in Deutschland kann am Ende der vierten Klasse nicht ausreichend lesen, schreiben oder rechnen. Das Projekt „100-Prozent-Schulen“ will diesen Trend umkehren: Ziel ist es, dass alle Viertklässler:innen den Mindeststandard in den Basiskompetenzen erreichen und kein Kind zurückbleibt.

Das Projekt setzt auf die Zusammenarbeit in regionalen Clustern. Mindestens fünf Grundschulen einer Region schließen sich zusammen und arbeiten ambitioniert mit ihrer zuständigen Schulaufsicht und weiteren außerschulischen Partnern an der Verbesserung der Lernergebnisse. Der Fokus liegt zunächst auf einer der Basiskompetenzen Lesen, Schreiben oder Rechnen. Mit Hilfe von evidenzbasierter Diagnostik und adaptiver Förderung werden die jeweiligen Lernbedürfnisse der Kinder ermittelt und gezielt angesprochen. Zusätzlich zu den fachlichen Kompetenzen spielen auch Faktoren wie Motivation, Selbstregulation und das Wohlbefinden der Schüler:innen eine wichtige Rolle.
Das Projekt „100-Prozent-Schulen“ fördert nicht nur die Basiskompetenzen, sondern betrachtet das Kind ganzheitlich. Sozial-emotionale Kompetenzen, die Lernmotivation und die Lernumgebung werden ebenfalls in den Blick genommen, um optimale Lernbedingungen zu schaffen und jedes Kind bestmöglich zu fördern.

„100-Prozent-Schulen“ ist ein Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), mitinitiiert und gefördert von der Prof. Otto Beisheim Stiftung, der Crespo Foundation und der Robert Bosch Stiftung. 
 

Warum fördern wir das Projekt?

Es besteht dringender Handlungsbedarf: Jedes fünfte Kind verlässt die Grundschule ohne ausreichende Basiskompetenzen. Zudem hängt der Lernerfolg stark vom sozialen Hintergrund ab. Die beteiligten Stiftungen können mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit leisten und die Chancen aller Kinder verbessern. Die Förderung der Basiskompetenzen schafft die Grundlage für erfolgreiche Bildungsbiografien und gesellschaftliche Teilhabe.

Was wollen wir erreichen?

Das Projekt „100-Prozent-Schulen“ zielt darauf ab, dass alle Kinder den Mindeststandard in Lesen, Schreiben und Rechnen erreichen. Es soll die individuellen Lernvoraussetzungen jedes Kindes stärken und so die Bildungschancen verbessern. Datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die adaptive Förderung gehen die Herausforderung ungleicher Bildungschancen direkt an. Durch lokale Vernetzung und den Fokus auf eine starke Ambition entstehen lernende Netzwerke, die die Zusammenarbeit vor Ort nachhaltig stärken.

Wie ist der Ablauf?

Interessierte Schulen aus ganz Deutschland arbeiten als regionale Cluster in Abstimmung mit ihrer zuständigen Schulaufsicht und weiteren Akteur:innen im Sozialraum zusammen. Sie wählen eine Basiskompetenz, auf die sie sich fokussieren. Im Cluster arbeiten die Schulen gemeinsam mit der Unterstützung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung an der Umsetzung verschiedener Maßnahmen. Dazu zählt beispielsweise die Einrichtung evidenzbasierter Diagnoseinstrumente und adaptiver Fördermethoden. Die Schulen treffen sich regelmäßig zum Austausch, erhalten Schulentwicklungsberatung und werden bei der datengestützten Evaluation ihrer Fortschritte begleitet.

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Christian Hausner

Senior Projektmanager

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