Europas Landnutzung klimafreundlicher gestalten
Über das Projekt
Die EU hat sich mit dem „European Green Deal“ zur Klimaneutralität bis 2050 verpflichtet. Dazu müssen die Emissionen aus der Bewirtschaftung von Land erheblich reduziert und gleichzeitig dessen Fähigkeit zur Kohlenstoffbindung erhöht werden. Das ECF-Programm zielt darauf ab, die Treibhausgasemissionen in Europa durch politische Reformen zu verringern und EU-weit für eine grundlegende Reform des Ernährungssystems zu werben, – hin zu nachhaltigeren Wegen der Produktion und des Konsums von Nahrungsmitteln, zum Schutz von Kohlenstoffsenken wie Wäldern und Mooren und zu entwaldungsfreien Lieferketten. Zentrale Elemente des Programms sind politische Analysen, strategische Kommunikation und die Bildung von Koalitionen aus Bürgern, zivilgesellschaftlichen Akteuren, Landwirten, Verbrauchern und fortschrittlichen Industrien, um ganzheitliche Lösungen in Verbindung mit einem sozial gerechten Wandel voranzubringen.
Warum machen wir das Projekt?
Als deutsche Stiftung ist es unser Ziel, die europäischen Klimaziele gemäß des Pariser Abkommens zu unterstützen und uns aktuellen ökologischen und sozialen Herausforderungen inner- und außerhalb der EU zu stellen. Derzeit lastet auf den ländlichen Gebieten ein hoher Druck: Die Notwendigkeit, Kohlenstoffsenken auszuweiten und die Biodiversität zu schützen, steht in Konflikt mit dem aktuell vorherrschenden landwirtschaftlichen Produktionsmodell. Zudem besteht die Gefahr, dass die europäischen Reformbemühungen das Problem in andere Weltregionen verschieben. Durch die Zusammenarbeit mit einem breiten Spektrum an Akteuren, von Landwirten und Gewerkschaften über Lebensmittelproduzenten bis hin zu Verbrauchern, möchten wir einen gerechten Umbau der Landnutzung unterstützen.
Was wollen wir erreichen?
Durch die Bildung von Koalitionen, die Erstellung von Politikanalysen und begleitet von strategischen Kommunikationsmaßnahmen will das Programm erreichen, dass die verschiedenen politischen Strategien in der EU stärker koordiniert und gemeinsam gedacht werden. Die zentrale Anforderung besteht darin, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU mit den Zielen des Europäischen „Green Deal“ sowie den Strategien zur Biodiversität und zu einem nachhaltigen Ernährungssystem („Vom Hof auf den Teller“-Strategie) in Einklang zu bringen. Außerdem zielt das Programm darauf ab, einflussreiche Mitgliedsstaaten zu wesentlich ambitionierteren nationalen Strategieplänen im Bereich der Agrarpolitik und des Umweltschutzes zu motivieren.
Wie funktioniert das Projekt?
Das Programm initiiert und stärkt das Engagement zivilgesellschaftlicher Schlüsselakteure, die sich in Brüssel und in strategisch wichtigen Mitgliedsstaaten mit der Reform der EU-Landnutzungspolitik befassen. Dazu fördern wir die Entwicklung und Verwendung verschiedener Instrumente wie relevante wissenschaftliche Untersuchungen, Politikanalysen und Kommunikationswerkzeuge. Darüber hinaus zielt das Programm darauf ab, Akteure, die zur Entwicklung ganzheitlicher Ansätze beitragen und die Unterstützung zusätzlicher Interessensgruppen gewinnen können, sektorenübergreifend zusammenzuführen.
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Ihre Ansprechpartner:innen
Oliver Radtke
Senior Projektmanager
Ana Bojadjievska
Senior Projektmanagerin