Gesundes Zusammenleben in städtischen Kindertageseinrichtungen in München

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Über das Projekt

Kindertageseinrichtungen sind zentrale Bildungs- und Lebensorte – für Kinder ebenso wie für pädagogische Fachkräfte, Leitungen und Träger. Ein gesundes, unterstützendes Organisationsklima wirkt sich unmittelbar auf pädagogische Qualität, Arbeitszufriedenheit und langfristige Entwicklungsfähigkeit aus. Gleichzeitig stehen Kitas und ihre Träger angesichts von Fachkräftemangel, steigenden Anforderungen und wachsender Heterogenität der Kinder unter erheblichem Druck. Während viele Maßnahmen auf individuelle Gesundheitsförderung abzielen, fehlt es bislang an systematischen Ansätzen, die das kollektive Wohlbefinden auf Organisationsebene in den Blick nehmen.
Hier setzt das Projekt an. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt München als Trägerin und wissenschaftlich begleitet durch die Technische Universität München wird ein organisationsbezogener Ansatz zur Stärkung kollektiven Wohlbefindens entwickelt. Ziel ist es, Kitas und Träger als gesunde, resiliente Organisationen weiterzuentwickeln, in denen klare Strukturen, wertschätzende Zusammenarbeit und gesundheitsförderliche Prozesse nachhaltig verankert sind. Dadurch sollen sowohl die Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden als auch die pädagogische Qualität langfristig gesichert werden.
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie werden zunächst bestehende Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Qualitätsentwicklung systematisch erfasst und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengeführt. Auf dieser Grundlage entstehen praxisnahe Standards, Indikatoren und ein theoretisch fundiertes Modell kollektiven Wohlbefindens, das mit organisationaler Gesundheitskompetenz verknüpft wird. Ergänzend wird ein Interventionskonzept entwickelt und ein Transferansatz erarbeitet, der die Übertragbarkeit auf andere Kommunen und Träger ermöglicht.
Das Projekt verbindet Governance, Trägerqualität und Organisationsentwicklung und leistet damit einen innovativen Beitrag zur nachhaltigen Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung.

Warum fördern wir das Projekt?

Bisher richten sich viele Maßnahmen auf individuelle Fachkräfte oder einzelne Qualitätsbereiche. Weniger im Fokus steht die Frage, wie kollektives Wohlbefinden auf Ebene der Organisation – also im Zusammenspiel von Träger, Leitung und Team – systematisch gefördert und gesteuert werden kann. Dabei ist gerade diese Ebene entscheidend für nachhaltige Qualität, Mitarbeitendenbindung und Innovationsfähigkeit.
Die Verknüpfung von Organisationsentwicklung, Trägerqualität und kollektiver Gesundheitskompetenz leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung des Systems Kita insgesamt. Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen braucht es Ansätze, die über kurzfristige Programme hinausgehen und langfristige Steuerungs- und Qualitätsstrukturen entwickeln. Das Projekt trägt dazu bei, tragfähige Modelle zu erarbeiten, die über München hinaus Impulse für andere Kommunen und Träger setzen können – und damit zur Weiterentwicklung frühkindlicher Bildung in Deutschland beitragen.

Was wollen wir erreichen?

Das Projekt zielt darauf ab, das kollektive Wohlbefinden in der Trägerschaft und in den Kindertageseinrichtungen der Landeshauptstadt München systematisch zu stärken und strukturell zu verankern. Langfristig soll dadurch ein Organisationsklima gefördert werden, das von klaren Steuerungsstrukturen, wertschätzender Zusammenarbeit und gesundheitsförderlichen Prozessen geprägt ist. Dies trägt zur Stabilisierung von Teams, zur Bindung von Fachkräften und zur nachhaltigen Sicherung pädagogischer Qualität bei. Konkret werden mehrere Ergebnisse angestrebt: Erstens entsteht ein praxisnaher Leitfaden mit Standards und Indikatoren zur Erfassung und Förderung kollektiven Wohlbefindens auf Organisationsebene. Zweitens wird ein wissenschaftlich fundiertes Modell entwickelt, das kollektives Wohlbefinden definiert und mit organisationaler Gesundheitskompetenz verknüpft. Drittens wird ein konzeptioneller Rahmen für eine Intervention erarbeitet, die gezielt auf der Ebene von Träger und Einrichtungen ansetzt. Ergänzend werden Transferbausteine entwickelt, um eine Übertragbarkeit auf andere Kommunen und Träger zu ermöglichen.

Das Projekt antwortet auf die aktuellen Herausforderungen im System Kita – insbesondere Fachkräftemangel, steigende Belastungen und wachsende Anforderungen – indem es nicht allein individuelle Resilienz stärkt, sondern strukturelle Bedingungen in den Blick nimmt. Es verbindet bestehende Maßnahmen der Gesundheitsförderung, Qualitätsentwicklung und Professionalisierung systematisch miteinander und schafft damit eine kohärente Governance-Perspektive.
Durch die enge Verzahnung von wissenschaftlicher Begleitung und Praxisentwicklung entsteht ein evidenzbasierter Ansatz, der sowohl strategische Steuerung als auch konkrete Umsetzung unterstützt. So leistet das Projekt einen Beitrag zu lernenden, anpassungsfähigen Organisationen, die langfristig Wohlbefinden und Qualität gleichermaßen fördern.

Wie ist der Ablauf?

Das Projekt ist als wissenschaftlich begleitete Machbarkeitsstudie angelegt und wird in enger Kooperation zwischen der Landeshauptstadt München als Trägerin und der Technischen Universität München umgesetzt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie kollektives Wohlbefinden auf Organisationsebene systematisch erfasst, gestärkt und langfristig verankert werden kann.
Zu Beginn erfolgt eine umfassende Bestandsaufnahme bestehender Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention und Qualitätsentwicklung innerhalb der städtischen Kitas. Diese interne Analyse wird durch Literaturstudien ergänzt, um den aktuellen Stand der Wohlbefindens- und Organisationsforschung einzubeziehen.
Auf dieser Grundlage werden qualitative Erhebungen durchgeführt, darunter Fokusgruppeninterviews mit pädagogischen Fachkräften. Ziel ist es, Perspektiven aus der Praxis systematisch einzubinden und konkrete Hinweise für die Entwicklung von Standards und Indikatoren zu gewinnen. Die aktive Beteiligung von Trägervertretungen, Leitungen, Fachkräften sowie weiteren relevanten Akteurinnen und Akteuren ist dabei zentraler Bestandteil des Projekts.
Im nächsten Schritt werden ein praxisnaher Leitfaden, messbare Indikatoren sowie ein theoretisch fundiertes Modell kollektiven Wohlbefindens entwickelt. Darauf aufbauend entsteht ein konzeptioneller Rahmen für eine organisationsbezogene Intervention, die perspektivisch umgesetzt und evaluiert werden kann.
Die Förderung ermöglicht insbesondere die wissenschaftliche Begleitung, die konzeptionelle Entwicklungsarbeit sowie die strukturierte Dokumentation und Aufbereitung der Ergebnisse.

Ihre Ansprechpartner:innen

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Nina-Sofia Schmidt

Senior Projektmanagerin

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Prof. Dr. Orkan Okan

Technical University of Munich/ TUM School of Medicine and Health

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Monika Singer

Technical University of Munic / TUM School of Medicine and Health

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Dr. Barbara Ametsbichler

Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport, Geschäftsbereich KITA

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Claudia Janke

Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport, Geschäftsbereich KITA

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