Ko-Konstruktion begleiten
Über das Projekt
Nachhaltige Schulentwicklungsprojekte entstehen idealerweise in einem ko-konstruktiven Prozess. Im Fördergebiet Bildung der Robert Bosch Stiftung binden wir sowohl Vertreter:innen aus der Schulpraxis (zum Beispiel aus dem Netzwerk des Deutschen Schulpreises) als auch aus der Bildungswissenschaft frühzeitig ein, um innovative Ansätze zu entwickeln. Wir arbeiten außerdem eng mit der Bildungsadministration und dem Unterstützungssystem zusammen, um Transfer zu ermöglichen. Insofern handeln wir als zivilgesellschaftliche Akteurin als eine Art „Brückeninstitution“ zwischen diesen Stakeholdern, als Moderatorin zwischen verschiedenen Perspektiven, Erfahrungen und Erwartungen und als Mittlerin zwischen verschiedenen Expertisen. In diesen Rollen konnten wir bisher zahlreiche Erfahrungen sammeln, wie der ko-konstruktive Entwicklungsprozess gelingen kann – aber auch, was ihn erschwert oder verhindert.
Das im Fördergebiet Bildung und bei unseren Kooperationspartner:innen vorhandene, teilweise implizite Wissen für das Gelingen ko-konstruktiver Prozesse wird im Rahmen dieses Projektes mit Hilfe mehrerer Aktivitäten (Akteursmapping, Recherche, Interviewstudie, Auswertungsworkshop) expliziert, systematisiert und nutzbar gemacht.
Warum machen wir das Projekt?
Innovationen, die man in der Schulpraxis anwenden kann und die unter realen Bedingungen erwiesenermaßen positive Wirkungen erzielen, können nicht von einer einzigen Profession entwickelt und von einer anderen umgesetzt und nachhaltig verankert werden. Die Implementation von Innovationen sollte wissenschaftlich untersucht, administrativ unterstützt, von Qualitätseinrichtungen begleitet und durch Transferinstitute verbreitet und verankert werden. Dazu, wie die Zusammenarbeit dieser verschiedenen Akteur:innen bestmöglich gestaltet werden kann, gibt es aktuell im deutschsprachigen Bereich nur wenig Forschung.
Was wollen wir erreichen?
Implizites Wissen, das bei unseren Kooperationspartner:innen und im Fördergebiet Bildung der Stiftung über die Begleitung ko-konstruktiver Prozesse in Multi-Akteurspartnerschaften vorhanden ist, soll expliziert und systematisiert werden. Mit Hilfe dieses Wissens sollen Professionalisierungsmaßnahmen zur Begleitung professionsübergreifender Ko-Konstruktion entwickelt werden.
Wie funktioniert das Projekt?
Das Projekt besteht aus mehreren Bausteinen. Unter anderem werden mehrere Expertisen zu Brückeninstitutionen (z.B. international, sektorenübergreifend etc.) eingeholt. Geplant ist außerdem eine Interviewstudie, mit der Wissen über Barrieren und Gelingensbedingungen bei der Prozessbegleitung professionsübergreifender Ko-Konstruktion expliziert und systematisiert werden soll. In einem Workshop (2025) werden die Ergebnisse der verschiedenen Aktivitäten zusammengetragen.
An wen richtet sich das Projekt?
Für die verschiedenen Aktivitäten im Projekt gibt es jeweils unterschiedliche Zielgruppen, die wir überwiegend direkt ansprechen werden.
Ihre Ansprechpartner:innen
Corinna Gottmann
Teamleiterin
Dr. Anna Gronostaj
Senior Projektmanagerin
Vincent Steinl_Expert
Senior Expert Zukunftsfähiges Bildungssystem